Nachhall
Nachhall ist eine Art Echo-Effekt, das Besondere hierbei ist jedoch, dass die Schallreflexionen in sehr kurzen Zeitabständen aufeinander folgen und sich deshalb wie ein langanhaltender Klang anhören, der erst langsam absorbiert wird. Dieser Effekt tritt häufig in Kirchen oder Konzertsälen auf, hier ist er jedoch ausdrücklich gewünscht um den Klang von Musik voluminöser zu gestalten. Das Sprachverstehen wird jedoch durch einen zu langen Nachhall verschlechtert. In einem Klassenzimmer sollte der Nachhall nicht zu lang sein, damit der Lehrer überall im Raum gleichmäßig zu hören ist.
Der Nachhall eines Raumes lässt sich durch seine Nachhallzeit ausdrücken. Dies ist die Zeit, die vergeht, bis der Schalldruckpegel um 60 dB abgesunken ist, nachdem eine Schallquelle ausgeschaltet wurde. Sie hängt davon ab, wie viele Schallwellen vom Raum absorbiert werden, d.h. von Wänden, Bodenbelägen, Möbeln und auch Personen. Je mehr Schallabsorber in einem Raum sind, desto kürzer ist die Nachhallzeit.
Die Nachhallzeit ist frequenzabhängig. Das bedeutet, dass unterschiedlich hohe Frequenzen unterschiedlich lange nachklingen. Bei einer raumakustischen Planung und Sanierung ist dies wichtig, denn die Wahl der geeigneten Absorbermaterialien hängt davon ab, in welchen Frequenzen die Nachhallzeit abgesenkt werden muss.
