Schalldruck

Schalldruck ist eine der wichtigsten physikalischen Größen in der Akustik, die in der Einheit Pascal [Pa] gemessen wird. Der Schalldruck beschreibt die Druckschwankungen, die bei der Übertragung von Schall in der Luft oder einem anderem Medium z.B. Wasser entstehen. Dabei ist der Schalldruck dem normalen Luftdruck (statischem Druck) überlagert. Im Verhältnis zum Luftdruck ist der Schalldruck sehr klein. Der mittlere Luftdruck auf Meereshöhe beträgt 101325 Pa, Druckschwankungen durch mittellaute Sprache dagegen nur 0,03 Pa.
Druck wird allgemein ausgedrückt in Kraft pro Fläche, als Formel:


p= F / A  
F= Kraft         A=Fläche


Dabei gilt immer, je kleiner eine Fläche ist, auf die eine Kraft wirkt, desto größer ist der Druck. Sehr deutlich wird dieses Prinzip an folgendem Beispiel: Wenn jemand mit Turnschuhen versehentlich beim Tanzen auf die Füße tritt, ist es nicht so schmerzhaft, als wenn die gleiche Person Schuhe mit Pfennigabsätzen tragen würde.
Unser menschliches Ohr arbeitet mit seinem Trommelfell so ähnlich wie die Membran eines empfindlichen Mikrofons und reagiert schon auf sehr geringe Druckschwankungen von 0,00002 Pa. Die Schmerzgrenze liegt allerdings bei ca. 200 Pa. Da diese Skala in der Praxis sehr unhandlich ist, um hörbare Druckschwankungen auszudrücken, wurde eine Dezibel-Skala [dB] eingeführt. Die dB-Skala stellt den Schalldruck als Schalldruckpegel von 0 bis 120 dB (Hörbereich eines Normalhörenden) dar. (=> siehe auch Schalldruckpegel)